Robuster Einsatz: Korrosionsschutz im Stahlwasserbau

Ohne wirksamen aktiven oder passiven Korrosionsschutz wären Stahlwasserbauten undenkbar. Diese besonderen Objekte sind ständig dem aggressiven Angriff durch Wasser und Atmosphäre ausgesetzt und leiden permanent unter einer auf sie extrem einwirkenden korrosiven Umgebung. Neben Sonne, Witterung, Wasser, Wasserwechseln, Spritzwasser, Tiedenunterschieden, Wellengang, verschiedenen Salzgehalten, setzen ihnen darüber hinaus auch noch mechanische Belastungen zu. Um derartige Objekte vor Korrosion zu schützen bieten wir unsere organische Beschichtungen an, die auf maximale Leistungsfähigkeit getrimmt und abgeprüft, für langlebigen Erhalt, Nutzung und Standsicherheit sorgen.

Die Wahl des richtigen Beschichtungs-Systems

Korrosivitätskategorien im Stahlwasserbau

Die zugrundeliegenden Belastungen sind  in die folgenden, kurz beschriebenen vier Korrosivitätskategorien eingeteilt:

Korrosivitästskategorie Standort Standort
IM 1 Süßwasser Bauten in Flüßen und Seen, wie Wasserkraftwerke
IM 2 Salz- oder Brackwasser (ohne kathodischem Korroionsschutz) Wasserberührte Stahlbauten ohne kathodischen Korrosionsschutz (wie Hafenbereiche mit Stahlbauten, Schleusentore, Molen)
IM 3 Erdreich Behälter im Erdbereich (wie Stahlspundwände, Stahlrohre)
IM 4 Salz- oder Brackwaser (mit kathodischem Korroionsschutz) Wasserberührte Stahlbauten mit kathodischem Korrosionsschutz (wie Offshore-Anlagen)

 

Weiterführende Informationen finden Sie auch in unserer Stahlwasserbau-Broschüre.

Welche Nutzungsdauer ist für das Objekt vorgesehen?

Wartung und Instandsetzung sind auch beim Korrosionsschutz von Stahlwasserbauten wichtige Maßnahmen für mehr Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit. Im Verhältnis von örtlicher Korrosionsbelastung und dem ausgewählten Beschichtungssystem definiert die DIN EN ISO 12944 eine sogenannte Schutzdauer, also die erwartete Zeit bis zur ersten Instandsetzung.

Die Norm unterscheidet dabei vier Zeitspannen:

  • kurz für bis zu 7 Jahre
  • mittel für 7 bis 15 Jahre
  • lang für 15 bis 25 Jahre
  • sehr lang für Schutzdauern > 25 Jahre


Tatsächlich zeigen Langzeiterfahrungen, dass gut ausgewählte und fachmännisch applizierte Schutzsysteme in der Praxis auch eine Schutzdauer von 30 Jahren übertreffen können.

Der technische Begriff „Schutzdauer“soll dabei Auftraggebern helfen, Instandsetzungsprogramme einzuplanen oder festzulegen, wobei diese genannten Klassen jedoch eindeutig keine Gewährleistungszeiten im juristischen Sinn sind.

 

Weiterführende Informationen finden Sie auch in unserer Stahlwasserbau-Broschüre.

ZTV-W (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen - Wasserbau)

Die Prüfungen und Zulassungen gem. Im 1 – Im 4 erfolgen in Deutschland nach den Vorgaben der ZTV-W und den damit verbundenen „Richtlinien zur Prüfung von Beschichtungssystemen für den Korrosionsschutz im Stahlwasserbau (RPB)“. Neben Laborprüfungen werden zusätzlich noch in Langzeitauslagerungen unsere Systeme auf Herz und Nieren geprüft. Bei positivem Ausgang der Prüfungen erfolgt die Aufnahme in den qualitätsbewertenden Listen der BAW (Bundesanstalt für Wasserbau). Federführend hierfür ist die Bundesanstalt für Wasserbauin Karlsruhe.

Weiterführende Infos zur Bundesanstalt für Wasserbau finden Sie unter www.baw.de.
Die qualitätsbewertenden Listen sind unter der Rubrik - Service & Wissen - Publikationen - Qualitätsbewertung abrufbar.

Die ZTV-W, „Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen– Wasserbau für Korrosionsschutz im Stahlwasserbau“ gelten für alle festen und beweglichen Teile von Stahlwasserbauten und metallischen Ausrüstungsteile von Wasserbauwerken im Neubau und in der Instandhaltung, sowohl im Werk als auchauf der Baustelle. Sie können sinngemäß auch für den Korrosionsschutz von Schiffen, schwimmenden Geräten, Schifffahrtszeichen, Spundwänden an Wasserbauwerken und Offshore-Anlagen angewendet werden.

Aber es erfolgen auch durchaus noch weitere Prüfungen gem. Standards und Vorgaben seitens Energieversorgern, die über diese Anforderungen der ZTV-W hinausgehen. So werden auch spezielle delta T Tests durchgeführt, welche die Eignung unserer Beschichtungssysteme im Falle großer Temperaturgefälle simulieren und prüfen. Bei positivem Ausgang können unsere Beschichtungssysteme dann auch z. B. innerhalb von Kühlwasserleitungen vor Korrosion schützen.

 

Weiterführende Informationen finden Sie auch in unserer Stahlwasserbau-Broschüre.

  • Einsatzbereiche
  • Regelwerke
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  • Offshore Windenergie
  • Sika Produkte und Systeme
  • Ausführung
  • Unsere Kompetenz

TYPISCHE EINSATZBEREICHE IM STAHLWASSERBAU

Schleusen/-tore

Wehranlagen

Kanalbrücken

Schiffshebewerke

Wasserkraftwerke

Spundwände

Talsperren

Offshore-Anlagen

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